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Das Berichtsheft, der Ausbildungsnachweis

Manchmal lästig, immer Pflicht und darüber hinaus sehr wichtig:

Einfach gesagt, Auszubildende müssen während der Ausbildung einen Ausbildungsnachweis / ein Berichtsheft führen. Ende der Diskussion ;-).

Das Berichtshefts

es ist Dein Ausbildungsnachweis, denn es dokumentiert, was Du in der Ausbildung gelernt hast. Es gibt verschiedene Varianten, wie Dein Berichtsheft aussieht:

  • in manche trägst Du die Sachen, die Du gemacht hast Tag für Tag ein,
  • in anderen fasst Du die Ausbildungsinhalte Woche für Woche zusammen

und zwar sowohl, was Du im Ausbildungsbetrieb gelernt hast, als auch die Ausbildungsinhalte aus der Berufsschule. Die Häufigkeit hängt aber auch von Deinem Ausbildungsberuf ab (Schau Dir dazu die Videos an / sind im folgenden Text)

Wozu soll das Führen des Berichtsheftes gut sein?

Du sollst als Auszubildender durch das Aufschreiben zur Reflexion über die Inhalte und den Verlauf der Ausbildung motiviert werden.

Wer über das nachdenkt, was er tut, versteht eben besser, warum er das eigentlich so und nicht anders macht.

Dein gut geführtes Berichtsheft zeigt allen an Deiner Ausbildung Beteiligten, vor allem auch den Prüfern, was Du wann, wo und wie gelernt hast. Dein ordnungsgemäß geführtes Berichtsheft ist eine der wichtigen Grundlagen, überhaupt zu Deiner Abschluss-, sprich Gesellenprüfung zugelassen zu werden.

Kann mich mein Ausbilder andauernd mit dem Berichtsheft nerven?

Oh ja, das kann er und er soll das sogar. Ausbilder sind ausdrücklich dazu angewiesen, dass ihre Azubis ein anständiges und vollständiges Berichtsheft führen. Das ist Teil ihres Jobs, übrigens auf das Kontrollieren.

Gibt es Noten für das Berichtsheft?

Jetzt mal eine gute Nachricht: Der Ausbildungsnachweis muss zwar, zum Beispiel zur mündlichen Prüfung mitgebracht werden, aber das Berichtsheft wir im Rahmen Deiner Prüfungen, nicht bewertet.

Du kannst in dem Heft auch Erfahrungen aufschreiben, die Du während der Ausbildungsblocks gemacht hast. Zum Beispiel Fehler beschreiben, und was Du daraus gelernt hast. Oder wenn Du eine ganz tolle Idee hattest, und wie sie sich hat umsetzen lassen.

Was ist und wie geht Berichtsheft?

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Auch wenn Du manchmal keine Lust haben solltest, Dein Ausbildungsheft zu führen: Es ist nicht nur Pflicht, sondern auch eine super Gedächtnisstütze und Lernhilfe für die Prüfungsphasen. Denn dann kannst Du ganz gezielt wiederholen, was Du gelernt hast.

Anforderungen an Dein Berichtsheft

  • Nach Absprache mit Deinem Betrieb und abhängig von Deinem Ausbildungsberuf, muss das Berichtsheft, täglich, wöchentlich, wenigstens monatlich geführt werden. Und das muss eingehalten werden. Sprich das zu Beginn Deiner Ausbildung mit Deinen Ausbildern ab!
  • Pro Monat sollte da mindestens ein DIN A 4-Seite zusammen kommen.
  • DU führst Dein Berichtsheft.
  • Auf jeder Seite muss Dein Name, das Ausbildungsjahr und der Berichtszeitraum notiert sein.
  • Du kannst in Stichworten schreiben, das nützt Dir aber nichts, wenn Du später selbst nicht genau weißt, was Du eigentlich gemacht hast. Schlecht als Grundlage zum Lernen!
  • Aufgeschrieben werden alle betrieblichen Tätigkeiten, Innungskurse, Unterweisungen und überbetriebliche Unterweisungen.
  • … und alle Inhalte in der Berufsschule.
  • Zu allen Tätigkeiten gehört die genaue Zeit, die Du damit verbracht hast.
  • .. natürlich werden alle Fehlzeiten, Krankheitstage und Ferien notier.
  • Dein Ausbilder muss jede Seite unterschreiben.

Stichpunkte oder ausführlicher Text? Wichtig für Prüfungen?

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Berichtsheft schreiben – in der Arbeitszeit oder in der Freizeit?

Ganz eindeutig, Dein Berichtsheft schreibst Du in der Arbeitszeit und nicht in Deiner Freizeit. Die erforderlichen Unterlagen stellt der Ausbildungsbetrieb und zwar kostenlos.

Muss das Berichtsheft unterschrieben werden?

Achte darauf, dass sowohl Deine Ausbilder als auch die Berufsschule Dein Heft regelmäßig durchschauen und unterschreiben. Dann ist von beiden Seiten bestätigt, was Du gelernt hast. Bei Minderjährigen braucht es auch noch die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten.

Die Kontrolle sollte wenigstens einmal im Monat stattfinden und mit Datum und Unterschrift bestätigt werden.

Wer bezahlt eigentlich das Berichtsheft?

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Wer darf das Berichtsheft sonst noch sehen?

Es gibt tatsächlich noch einige Leute, die das sehen dürfen. Da wäre zum Beispiel der Betriebsrat in deinem Unternehmen und natürlich die Berufsschule.


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