Ausbildungsbetriebe
Oberflächen, Wandmalereien, Stuck und allerlei andere Gegenstände sanieren, konservieren und restaurieren.
Aufgaben
- Gerüste und Arbeitsbühnen aufbauen, sowie Werkzeuge/Geräte auswählen.
- Einrichtungsgegenstände und andere Gegenstände, die durch die Arbeit verdreckt/beschädigt werden könnten, abdecken oder zwischenzeitlich ganz entfernen.
- Beschädigungen und Untergründe prüfen und den Zustand dokumentieren (z.B. durch Fotografien).
- Projekte (falls notwendig) mit Restauratoren und Denkmalschützern absprechen.
- Oberflächen (z.B. Decken, Wände, Wandmalerei, Stuck, Plastiken) sanieren, konservieren und rekonstruieren.
- Farbschichte freilegen.
- Wand- und Deckengemälde überarbeiten/erneuern, Stuckornamente ausbessern, oder auch Wände mit Marmormaserungen verzieren.
- Dabei verschiedene historische Maltechniken wie Freskomalerei, Seccomalerei oder Sgraffitotechnik verwenden.
- Wenn nötig, Farben und andere Materialien nach historischen Rezepten herstellen (z.B. Farben, Lasuren, Putzmörtel, Stuck- und Steinersatzmassen).
- Dabei z.B. Farbpigmente, Reinigungs- und Lösemittelgemische und Bindemittel (Leime, Öle, Harze, Wachse) verarbeiten.
- Figuren und Einrichtungsgegenstände vergolden, verzieren, beschichten und bemalen (oft in historischen Arbeitstechniken, die zur Zeit der Entstehung des Objekts aktuell waren).
- Bei der Arbeit Denkmalschutz-Vorschriften einhalten.
- In der Denkmalpflege historische Fassungen und Untergründe sichern, reinigen, festigen, ergänzen, retuschieren und konservieren.
Voraussetzungen
- sorgfältig arbeiten (die historischen Malereien sind sehr empfindlich)
- Flexibilität (sich schnell auf neue Arbeitsbedingungen auf neuen Baustellen einstellen können)
- Umsicht (z. B. bei der Arbeit auf Arbeitsbühnen und Gerüsten)
Schulabschluss: Hauptschulabschluss, Realschulabschluss / Mittlere Reife, Fachabitur, Abitur
Körperliche Voraussetzungen
- keine Höhenangst (teilweise Arbeit auf Gerüsten)
- Keine Allergien gegen die Chemikalien oder Farben, mit denen gearbeitet wird.
wichtige Schulfächer
- Mathematik (z.B. Mischverhältnisse von Farben berechnen)
- Kunst/Kunstgeschichte (stilgerecht arbeiten)
- Chemie (z.B. wissen, wie sich Untergründe verhalten)
- Werken/Technik (z.B. mit Werkzeugen umgehen)
Praktikum: Nicht vorgeschrieben, aber in der Regel erwartet.
Dresscode: Arbeitskleidung
Vorteile in der Ausbildung Maler und Lackierer FR Kirchenmalerei und Denkmalpflege: Kreativer Beruf, der sich mit schönen Dingen der Vergangenheit beschäftigt und sie für die Zukunft erhält.
Nachteile in der Ausbildung Maler und Lackierer FR Kirchenmalerei und Denkmalpflege: Bei Außenbaustellen kann es bei der Arbeit unter Umständen sehr kalt werden. Ebenfalls sind viele alte Gebäude nicht oder nicht anständig zu heizen.
Fast Facts
Inhaltsverzeichnis
Die Ausbildung zum Maler und Lackierer in der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege dauert 3 Jahre.
Berufsbezeichnungen: Malerin und Lackiererin in der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege/ Maler und Lackierer in der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege
Ausbildungsbörsen
IHK – Lehrstellenbörse – bundesweit
mehr Info | zuständige Gewerkschaften / Verbände
Deutscher Holz- und Bautenschutzverband e.V. (DHBV)

