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Lernen lernen – Zeitmanagement

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„Wenn ich nur mehr Zeit zum Lernen gehabt hätte, dann wäre auch die Prüfung VIEL besser gelaufen!!!“ Den Ausruf kennst Du? Dann ist dieser Artikel über das Zeitmanagement genau für Dich.

Wie oft hast Du Dir schon gedacht: „Wenn ich nur mehr Zeit zum Lernen gehabt hätte, dann wäre auch die Prüfung VIEL besser gelaufen!!!“ Oft, manchmal, noch gar nicht? Wenn Dir das noch nie passiert ist, dann brauchst Du nicht mehr weiter zu lesen, denn dann bist Du entweder ein Überflieger oder der perfekte Zeitmanager schlechthin. Falls Du aber zu der Gruppe Mensch gehörst, die ihre Zeit manchmal verdaddelt (oder auch etwas öfter als manchmal), und auf einmal ist nicht mehr genug da, um alles zu erledigen was ansteht: Dann ist dieser Artikel über das Zeitmanagement genau für Dich.

Deine erste Reaktion mag sein. Zeitmanagement – was für ein Blödsinn. Ich habe 24 Stunden am Tag und in denen mache ich halt, was so anfällt. Das stimmt im Prinzip schon. Nur kannst Du es Dir oft viel einfacher machen, kriegst viel mehr in kürzerer Zeit gebacken und hast mehr Freizeit, wenn Du vorher konkret planst, was Du wann machst und gut durchstrukturiert bist. Eines sollte Dir allerdings von vorneherein klar sein: Die Methoden mögen in der Theorie noch so toll klingen. Wenn Du sie nicht selbst anwendest und halbwegs diszipliniert dabei bleibst, dann bringen auch die besten Vorsätze nichts.

Wenn Du Dir vornimmst, Dein Lernen zukünftig besser zu strukturieren, dann ist der erste Schritt eine so genannte „Ist-Analyse“. Du schaust also, wie die Situation bei Dir ganz persönlich ist und wie Du aktuell Deine Zeit verbringst (diese Analyse kannst Du gerne über eine Woche oder länger machen). Schau, wo „Zeitfresser“ sind (dass kann zum Beispiel auch sein, dass Du zu viel auf einmal machen willst, und deswegen zum Schluss gar nichts machst), wo Du freie Zeit brauchst, wo feste Termine sind, und so weiter. Auch Themen wie Chaos auf dem Schreibtisch, Unterbrechungen durch Freunde, die vorbeikommen, Telefon und anderes, gehören zur Liste dazu.

Wenn Du dann einen guten Überblick hast, setz’ Dich hin, und mache Dir einen Plan zu folgenden Fragen. Was steht bei Dir an? Wann muss es fertig sein? Wie lange brauchst Du voraussichtlich, um damit fertig zu werden? Was sind die wichtigen Aufgaben, die Du dabei machen musst; und was kann vielleicht auch noch nach hinten geschoben werden? Wie sieht Dein Tages-/Wochen-/Monatsplan aus – und wann kannst Du die Zeit für Dein Vorhaben einplanen? Wann am Tag kannst Du gut lernen/arbeiten – wann eher nicht so gut (das heißt, Du planst Deine persönliche Leistungskurve mit ein)? Und wie viel Puffer brauchst Du, damit alles klappt – auch wenn einmal etwas zwischen Dich und Deinen Plan kommen sollte.

Eine Methode, die sich als hilfreich bei der Tagesplanung herausgestellt hat, ist die so genannte

A-L-P-E-N-Methode.

A wie Aufgaben/Aktivitäten/Termine aufschreiben.

L wie Länge der Zeit einschätzen, die Du voraussichtlich benötigst und sie in Deinen Tagesplan einbauen.

P wie Pufferzeiten einbauen (verplane nur etwa 60% der Zeit!).

E wie Entscheidungen treffen, also festsetzen was wirklich HEUTE gemacht werden MUSS und

N wie Nachkontrolle, was unfreiwillig auf den nächsten Tag geschoben werden muss.

Wenn Du Dir einen Tagesplan schreibst, sei ehrlich mit Dir. Schreib nur das auf, was Du wirklich machen musst oder machen willst und realistischer Weise auch schaffst. Wenn Du siehst, dass Du die Ziele auf Deinem Plan auch erreichen kannst, dann steigt Deine Motivation enorm. Du lernst oder arbeitest konzentrierter – und bist dementsprechend auch früher fertig. Ein weiterer Punkt ist, dass jeder erst einmal lernen muss, richtig einzuschätzen, wie lange er für eine Sache braucht. Das ist normal. Gibt Dir am Anfang daher immer etwas mehr Zeit, als Du eigentlich ansetzen würdest.

Die ABC-Analyse…

…klingt erst einmal schrecklich wichtig und umständlich – ist aber letztendlich auch nichts anderes, als eine weitere Methode, mit der Du Dich und Deine Zeit gut sortieren kannst. A, B und C stehen dabei für die Wichtigkeit der Aufgaben. Von A wie ganz wichtig bis C eher unwichtig oder Routine.

Um A-Aufgaben zu bestimmen, kannst Du Dich zum Beispiel fragen: Was muss ich (sofort) machen, um mein Ziel zu erreichen? B-Aufgaben sind all jene Dinge, die zwar wichtig sind, aber noch warten können. Und Cs sind wie schon erwähnt Routine-Aufgaben und eher unwichtige, nicht dringliche Dinge.

Wie bei allen Planungen solltest Du auch hierbei im Hinterkopf behalten, wann Du ein Leistungshoch hast – und wann Du eher eine Pause brauchst. Vor allem solltest Du aber auch versuchen, Dich nicht ablenken zu lassen, zum Beispiel Telefonate. Du brauchst nämlich eine ganze Weile, bis Du gedanklich an dem Punkt bist, an dem Du schon warst, als Du gestört wurdest. Es hilft zum Beispiel, wenn Du das Handy ausstellst – und wenn’s nur für eine Stunde am Tag ist, in der Du gut lernen kannst.

Pausen…

…sind wichtig. Sehr wichtig sogar! Wenn Du zu lange an einer Sache sitzt, vielleicht nur noch auf Dein Buch starrst, aber überhaupt nichts mehr wahrnimmst, dann bringt das gar nichts: Es schleichen sich nur Fehler ein.

Und sonst noch?

Wenn Du Deinen Tagesplan aufschreibst: plan’ am besten in Blöcken und fass‘ ähnliche Aufgaben zusammen. Telefonate zum Beispiel kannst Du wunderbar zusammenfassen. Drei am Stück – aber danach ist Ruhe, damit Du Dich auf die anderen Aufgaben konzentrieren kannst.

Und: Kein Stress, wenn Du Deinen Plan mal nicht einhältst. Er ist kein Zwangskorsett, das völlig unflexibel ist, sondern Deine ganz persönliche Hilfestellung. Manchmal passieren einfach Dinge, die man nicht vorhersehen kann, die aber den gesamten Tagesplan durcheinander würfeln. Zu sehr solltest Du von Deinem Plan allerdings auch nicht abweichen – sonst hättest Du ihn ja erst gar nicht verfassen müssen…

Beitragsgrafik: Artem Chernyshevych/sxc.hu


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