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FÖJ Freiwillige Ökologische Jahre (Teil 2) – Engagement für die Umwelt

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Wenn soziale Arbeit nicht Dein Ding ist, Du aber ein freiwilliges Jahr irgendwo machen willst, dann ist vielleicht das FÖJ etwas für Dich: das Freiwillige Ökologische Jahr.

Wenn Du glaubst, dass soziale Arbeit nicht Dein Ding ist, Du aber trotzdem gerne ein freiwilliges Jahr einlegen willst, dann ist das FÖJ, das „Freiwillige Ökologische Jahr“, vielleicht ideal. Wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) dauert das FÖJ in der Regel 12 Monate – und zwar vom 1. September bis zum 31. August des darauffolgenden Jahres. Während dieser Zeit musst Du mindestens 16 (in manchen Ländern, z.B. Baden-Württemberg, auch 15) und maximal 26 Jahre alt sein. Falls Du kein ganzes Jahr einplanen kannst, solltest Du Dir zumindest sechs Monate Zeit nehmen. So lange musst Du nämlich mindestens einlegen, damit Dir das FÖJ angerechnet wird. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn Du auf einen Studienplatz wartest – denn das FÖJ kann als Wartesemester angerechnet werden. Ebenfalls kannst Du bei einigen Stellen Dein FÖJ als Ersatz für den Zivildienst nutzen.

Das ökologische Jahr ist stärker als das soziale Jahr auf Länderebene organisiert. Einen guten Einblick darüber, wen Du in Deinem Bundesland ansprechen kannst und welche Träger es gibt, findest Du auf der Homepage des Bundesarbeitskreises FÖJ. Sollte es Dich ins Ausland ziehen, ist dies die Link-Liste für Dich…

Die Träger sind meistens gemeinnützige Jugendorganisationen und betreuen Dich während des Jahres. Wichtig: Sie haben Listen, welche Einsatzstellen es gibt. Oft findest Du schon auf den Homepages der Träger ausführliche Beschreibungen, was Du wo machen kannst. Ehe Du Dich bewirbst, solltest Du Dir deshalb genau diese Listen durchlesen oder holen – falls sie nicht online verfügbar sind. So kannst Du schon vor Deiner Bewerbung recherchieren, wo Du Dich gerne engagieren möchtest. An dieser „Einsatzstelle“ wirst Du schließlich einige Zeit verbringen… Achtung: In manchen Ländern bewirbst Du Dich direkt bei den Einsatzstellen, in anderen, z.B. in Hamburg, bei dem Träger. Je nach Einsatzstelle kann es auch sein, dass sich die Deadlines für die Bewerbungen unterscheiden. Eine gute Vorrecherche bringt Dich Deinem Wunsch-Einsatzort entsprechend näher…  Falls Du ins Ausland willst ist auch das möglich – allerdings gibt es beim FÖJ viel weniger Auslandsstellen als beim FSJ.

Die Einsatzstellen selbst sind gemeinnützige Einrichtungen,  deren Schwerpunkt auf der Umweltarbeit liegt. Die Ausrichtung kann dabei allerdings sehr unterschiedlich sein. Von Landwirtschaft und Gartenbau, über Naturschutz und Umweltbildung bis hin zur Umweltforschung oder Verbandsarbeit. Das macht es am Anfang vielleicht ein bisschen unübersichtlich und Du musst Dich vorab etwas mehr informieren. Letztendlich ist es aber zu Deinem Vorteil. Denn so kannst Du Dir einen Schwerpunkt suchen, der Dir besonders gut liegt.

Während Deines Freiwilligen ökologischen Jahres machst Du bei Deinem Träger auch verschiedene Seminare. Insgesamt sind es 25 Tage, die in 5 Wochen aufgeteilt sind – und je nachdem, wie Dein Träger arbeitet, können die ganz unterschiedlich aussehen. Manche sind selbst organisiert, bei manchen gibt es Referenten, manchmal setzen die FÖJler gemeinsam die Themen fest, manchmal sind sie vorgegeben. Und so weiter.

Wie viel Geld Du für Deine Arbeit bekommst hängt übrigens davon, in welchem Bundesland Du Dein FÖJ machst. Dabei gibt es teilweise Unterschiede. Du kannst aber damit rechnen, in der Regel mindestens ein Taschengeld von 150€ oder mehr zu bekommen. Dazu werden Dir an vielen Stellen der Zuschuss für Unterkunft und Verpflegung ausgezahlt – falls Du nicht für eine Stelle arbeitest, bei der Du auch komplett untergebracht bist und von der Du versorgt wirst. Kindergeld, Wohngeld oder ggf. auch Hartz IV bekommst Du darüber hinaus.

Beitragsbild: Creative Commons Zero (CC0) Lizenz