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Kaufleute für Büromanagement und die Wahlqualifikationen

Fin Mohaupt – Handelskammer Hamburg

Ein Beruf mit vielen Möglichkeiten

Der größte Ausbildungsberuf mit den meisten abgeschlossenen Verträgen den wir in Deutschland haben, ist der Kaufmann / die Kauffrau für Büromanagement.

Der Beruf wurde 2013/14 aus dem Bürokaufmann und den Kaufleuten für Bürokommunikation zusammengeführt und zeichnet sich dadurch aus, dass es zehn unterschiedliche Wahlqualifikationen gibt. Von diesen Wahlqualifikationen musst du zwei auswählen, du kannst sogar drei auswählen, wenn du richtig was lernen willst und noch extra was drauflegen willst.

Fünf Monate lang bekommst du die diese Wahlqualifikationen im Betrieb beigebracht. Am Ende legst du eine Prüfung in deinen Wahlqualifikationen ab.


Kaufleute für Büromanagement – die Wahlmöglichkeiten

Die Ausbildung beinhaltet zwei zu absolvierende Wahlqualifikationen, aus den folgenden 10 Bereichen:

Wahlqualifikationen

  1. Auftragssteuerung und – koordination
  2. Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  3. Kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen
  4. Einkauf und Logistik
  5. Marketing und Vertrieb
  6. Personalwirtschaft
  7. Assistenz und Sekretariat
  8. Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement
  9. Verwaltung und Recht
  10. Öffentliche Finanzwirtschaft

Wie lang wird eine Wahlqualifikation ausgebildet?

Eine Wahlqualifikation muss 5 Monate ausgebildet werden. Die Qualifikationen finden in der zweiten Hälfte der Ausbildung statt.

Wer legt die Wahlqualifikationen fest?

Es können nur Wahlqualifikationen gewählt werden, die der Ausbildungsbetrieb (evtl. auch ein Kooperationspartner) vermitteln kann. Bietet ein Ausbildungsbetrieb mehrere Wahlqualifikationen an, kannst du sicher mit dem Betrieb absprechen, wo deine Stärken liegen. Die letztendliche Entscheidung fällt allerdings der Ausbildungsbetrieb.

Wann müssen die Wahlqualifikationen festgelegt werden?

Die zwei Wahlqualifikationen müssen mit Unterzeichnung des Berufsausbildungsvertrages festgelegt werden und sind auch im Vertrag genannt.

Können die Wahlqualifikationen während der Ausbildung geändert werden?

Eigentlich sind die im Ausbildungsvertrag genannten Wahlqualifikationen nicht zu ändern. Aber keine Regel ohne Ausnahmen, ein Wechsel ist möglich, wenn das Ausbildungsziel gefährdet oder im Betrieb sich ein anderer Bedarf entwickelt hat. Das geht aber nicht einseitig (wie bei jedem Vertrag), das braucht die Zustimmung des Unternehmens, aber auch deine. Sollte das passieren, muss die Änderung unbedingt an die Prüfungsstelle gemeldet werden.

Wann ist der letztmögliche Zeitpunkt zur Änderung der Wahlqualifikationen?

Das geht bis zur Anmeldung zum Teil II (Abschlussprüfung) der Prüfung.

Kann man eine dritte Wahlqualifikation belegen?

Eine dritte Wahlqualifikation kann von geeigneten Auszubildenden als zusätzliche Qualifikation belegt und am Ende der Ausbildung geprüft werden.

Die Zusatzqualifikation wird im Rahmen der Abschlussprüfung geprüft, dafür braucht es eine schriftliche Anmeldung, aus der hervorgeht, dass die entsprechenden Inhalte auch vermittelt wurden. Das Prüfungsverfahren entspricht den anderen Wahlqualifikationen und ist mit mindestens ausreichende Leistungen bestanden.

Bis wann ist der Antrag auf Prüfung einer Zusatzqualifikation einzureichen?

Wie bei Wechsel einer Wahlqualifikation, muss auch eine zusätzliche Wahlqualifikation spätestens mit der Anmeldung zum Teil II der Abschlussprüfung eingereicht werden.

Müssen die Wahlqualifikationen am Stück vermittelt werden?

Nein, auch die Dauer von fünf Monaten sind nur ein Richtwert. Die Wahlqualifikationen müssen auch nicht am Stück ausgebildet werden, sollten aber im zweiten Teil der Gesamtausbildung stattfinden.

Erfolgt die Einteilung in Klassen (in der Berufsschule) nach Wahlqualifikationen?

Nein. Die Wahlqualifikationen sind nur im Betrieb wichtig und natürlich in der Prüfung. In der Berufsschule lernen alle Auszubildenden die gleichen Inhalte.

Wie und wann finden die Prüfungen statt?

Kaufleute für Büromanagement haben eine gestreckte Abschlussprüfung. die aus Teil 1 und Teil 2 besteht.

Der erste Teil der Prüfung (früher Zwischenprüfung) findet nach ca. 1,5 Jahren statt und wird mit 25% gewertet und dauert ca. 120 Minuten. Am Ende der Ausbildung steht der zweite Teil (Abschlussprüfung), der insgesamt mit 75% gewichtet ist.

Die Abschlussprüfung endet mit einem fallbezogenen Fachgespräch (ca. 20 Minuten). Hier besteht die Wahlmöglichkeit zwischen praxisbezogenen Fachaufgaben aus einer Wahlqualifikation oder einem
Report über die Durchführung einer betrieblichen Fachaufgabe*

Sie müssen nicht angegeben werden. Im Vorstellungsgespräch wird geklärt, welche Qualifikationen das Unternehmen ausbilden kann und welche für den Bewerber vorgesehen sind.


weitere Informationen


Kaufleute für Büromanagement – die grundsätzlichen Aufgaben

Sie bearbeiten selbstständig und eigenverantwortlich alle kaufmännischen Aufgaben in Wirtschaftsunternehmen und Verwaltungseinrichtungen. Organisation aller bürospezifischen Arbeitsabläufe, arbeiten mit allen Bürokommunikationsmitteln, von Telefon, über Mail bis Video-Konferenz  und wenden kaufmännische Standardsoftware an.

Arbeitsplätze gibt es im Handel, in der Industrie,  der Verwaltung oder in Dienstleistungsunternehmen aller Art.


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